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In Kunst investieren: Der umfassende Ratgeber

Das Wichtigste in Kürze

• Kunst bietet Anlegern eine potenziell renditeträchtige Möglichkeit, ihr Geld diversifiziert anzulegen - historisch gesehen sind Wertsteigerungen zwischen 7 und 10 Prozent pro Jahr für etablierte Künstler möglich.

• Wer in Kunst investieren möchte, sollte einen möglichst langfristigen Anlagehorizont haben, da viele Werke erst nach Jahrzehnten an Wert gewinnen.

• Beim Kauf und Verkauf von Kunst muss die Spekulationsfrist berücksichtigt werden, da bei Verkäufen innerhalb von einem Jahr alle Gewinne jenseits des 600-Euro-Freibetrages versteuert werden müssen.

Wer in Kunst investieren möchte, hat heutzutage vielfältige Möglichkeiten dies zu tun. Kunst als Investment wird zusehends beliebter. Im folgenden Beitrag wollen wir deshalb einmal einen näheren Blick auf Kunst als Anlageobjekt werfen. Welche Möglichkeiten bieten sich Anlegern und worauf gilt es besonders zu achten? Hier erfahren Sie alles Wichtige im Überblick.

 

Warum Sie mir als Expertin beim Thema Kunst-Investments vertrauen können

Bei BullionArt vereint sich eine jahrelange Erfahrung mit Silber mit einer fundierten Expertise und Leidenschaft für Kunst. BullionArt ist seit mehr als 15 Jahren auf dem Markt für Silberskulpturen tätig. Meine Skulpturen verbinden dabei die Ästhetik stilvoller Kunstwerke von ausgewählten Künstlern mit dem klassischen Anlagewert von Silber. Aus diesem Grund kenne ich mich sowohl als Kunstliebhaberin als auch als Investment-Profi aus.

 

Kunst als Investment: Daten und Fakten

Der globale Markt für Kunst war in den vergangenen Jahrzehnten überaus stabil. Zwar ist die Pandemie nicht spurlos am Kunstmarkt vorübergegangen. Jedoch erweist sich Kunst als Investment auch im Angesicht einer solchen Krise als resilient. So kommt der Art Basel and UBS Global Art Market Report 2024 zu folgendem Ergebnis: „Im Jahr 2023 gingen die weltweiten Kunstverkäufe auf schätzungsweise 65 Milliarden US-Dollar zurück, was trotz einer Verlangsamung um 4 % im Jahresvergleich und einem Übertreffen des Niveaus vor der Pandemie im Jahr 2019 Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellt.

Hinsichtlich der Aufteilung des globalen Kunstmarktes macht der Art Basel und UBS Global Art Market Report 2024 die folgende Beobachtung: „Die USA behaupteten ihre Position als führender Markt weltweit und machten wertmäßig 42 % des Umsatzes aus. China wurde mit einem Anteil von 19 % zum zweitgrößten globalen Kunstmarkt, während Großbritannien mit einem Anteil von 17 % auf den dritten Platz vorrückte. Frankreich blieb mit 7 % des weltweiten Umsatzes stabil auf dem vierten Platz.” Der deutsche Markt kommt immerhin noch auf einen Anteil von rund 2 Prozent.

Die Akzeptanz von Kunst als Investmentobjekt ist in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. So befürworten laut dem aktuellen Art & Finance Report von Deloitte und ArtTactic „89 Prozent der befragten Stakeholder die Einbeziehung von Kunst und Sammlerstücken in die Dienstleistungen von Vermögensverwaltungen”.

 

Arten von Kunstinvestitionen

Kunst ist überaus vielfältig, denn es existieren zahlreiche künstlerische Ausdrucksformen. Im Folgenden wollen wir einmal einen Blick auf die wichtigsten Arten, in Kunst zu investieren, werfen.

Malerei
Wer an Kunst denkt, dem fallen meist zuerst Gemälde ein. Anleger, die in Kunstwerke der Malerei investieren möchten, können aus Werken der unterschiedlichsten Stilepochen wählen.

Skulpturen
Skulpturen sind nicht nur eine ausgefallene Form der Deko. Sie bieten auch eine interessante Möglichkeit, in Kunst zu investieren. Ein Beispiel stellt hier die Silberkunst von BullionArt dar.

Fotografie
Fotografie ist eine nicht zu unterschätzende Kunstform. Fotografien werden erst seit 1972 als Kunst anerkannt. Fotokünstler erfreuen sich seitdem einer stetig wachsenden Bekanntheit.

Digitale Kunst und NFTs
Digitale Kunst zählt zu den noch sehr neuen Kunstarten. Der Hype um NFTs (Non-fungible Tokens) hat in den letzten Jahren große Wellen geschlagen. Mittlerweile sind die Preise der meisten NFTs jedoch wieder sehr stark gesunken.

 

Vorteile von Kunstinvestitionen

In Kunst investieren bietet Anlegern gegenüber klassischen Investments eine Reihe von Vorteilen. Zum einen korreliert die Wertentwicklung auf dem Kunstmarkt nur sehr geringfügig mit dem Aktien- bzw. dem Immobilienmarkt. Eine Investition in Kunst erlaubt es Anlegern daher, ihr eigenes Portfolio effektiv zu diversifizieren.

Ein weiterer Vorteil ist die langfristige Wertentwicklung von Kunst. Im Gegensatz zu Aktien besteht bei Kunst ein geringeres Wertschwankungsrisiko. Ein Totalverlust ist praktisch ausgeschlossen. Gleichzeitig können viele Kunstwerke ihren Wert im Laufe der Zeit in erheblichem Maße steigern, auch wenn es hierfür natürlich keine Garantie gibt - wie bei anderen Wertanlagen auch. In jedem Fall ist Kunst eine langfristige Wertanlage.

Darüber hinaus ist eine Investition in Kunst aber auch mit einem nicht unerheblichen Prestigefaktor verbunden und bietet ästhetische Vorzüge. Kunst erzeugt bei ihren Betrachtern Freude und wertet die Räumlichkeiten, in denen sie ausgestellt wird, auf. Um möglichst viel Freude aus ihrem Investment zu ziehen, sollten Käufer in Kunst investieren, die ihnen persönlich auch gefällt.

 

Risiken und Herausforderungen

Gerade für Anfänger ist es zu Beginn nicht leicht, den Kunstmarkt zu durchschauen. In vielerlei Hinsicht folgt der Kunstmarkt eigenen Regeln und kann sich hierbei durchaus vom klassischen Finanzmarkt unterscheiden.

Ein nicht zu unterschätzendes Problem stellen hierbei Fälschungen dar. Der Wert eines Kunststückes hängt davon ab, ob es sich auch wirklich um das Werk eines begehrten Künstlers handelt. Aus diesem Grund sind beim Verkauf von teuren Kunstwerken in der Regel Echtheitszertifikate erforderlich, welche die Herkunft des Werkes belegen.

Ferner sollten sich Anleger darüber im Klaren sein, dass Kunstwerke zu den weniger liquiden Wertanlagen zählen. Im Vergleich zu Aktien ist es nicht möglich, Kunstwerke zu jedem beliebigen Zeitpunkt ohne Vorlaufzeit wieder zu veräußern. Kauf und Verkauf von Kunst nimmt Zeit in Anspruch. Wer in Kunst investieren möchte, sollte dies daher nicht bloß für kurzfristige Spekulationen tun.

 

Wie man in Kunst investiert

Anleger, die in Kunst investieren möchten, haben verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Zu den beliebtesten Anlaufstellen zählen hierbei Galerien, Messen und Auktionen. Die Werke bekannter oder aufstrebender Künstler werden häufig in Galerien ausgestellt oder auf Kunstauktionen versteigert. Allerdings gilt es hierbei zu beachten, dass die Auktionshäuser und Galerien für verkaufte Werke noch eine Händlerprovision verlangen. Gebühren in Höhe von 25 Prozent und mehr müssen hier mit einkalkuliert werden.

Eine Alternative ist der Kauf von Kunst über Online-Plattformen. Vor allem noch nicht etablierte Künstler nutzen Online-Plattformen gerne für den Verkauf ihrer Werke. Heutzutage können gleichfalls auch die Werke aufstrebender Künstler online erworben werden. Wichtig ist es, dass es sich um einen seriösen Online-Händler handelt. BullionArt ist mittlerweile seit mehr als 15 Jahren auf dem Markt tätig und bietet zertifizierte Skulpturen aus Feinsilber an, die von bekannten und aufstrebenden Künstlern handgefertigt werden.

Eine seit einiger Zeit beliebter werdende Möglichkeit, in Kunst zu investieren, stellen sogenannte Kunstfonds dar. Deren Funktionsweise ist jener von klassischen Investmentfonds nicht unähnlich. Anstatt in Aktien oder Anleihen investieren Kunstfonds in Kunstwerke. Diese werden über eine bestimmte Zeitspanne hinweg gehalten und zum Ende der Laufzeit des Fonds hin verkauft, wobei etwaige Gewinne an die Investoren ausgeschüttet werden. Für gewöhnlich sind Kunstfonds geschlossene Fonds mit festen Mindestanlagebeträgen.

Neben Kunstfonds existieren noch verschiedene Crowdfunding- und Co-Ownership-Modelle. Hierbei investieren mehrere Anleger gleichzeitig in ein bestimmtes Kunstwerk, dessen Besitz sie sich anschließend teilen. Bei einer solchen Fractional Ownership bekommen Käufer die von ihnen mitfinanzierten Werke allerdings niemals selbst zu Gesicht. Wie bei Kunstfonds auch werden diese stattdessen vom Anbieter sicher verwahrt.

 

Wertbestimmung von Kunstwerken

Der Wert eines Kunstwerkes hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen kommt es natürlich auf den Namen des jeweiligen Künstlers an. Die Werke bekannter oder aufstrebender Künstler erzielen auf dem Markt deutlich höhere Preise als Kunst von unbekannten Schöpfern. Weitere Faktoren sind die Provenienz, Datierung sowie die Ausstellungsgeschichte eines Werkes. Auch Seltenheit und Zustand spielen natürlich eine Rolle.

Ebenfalls sehr wichtig sind Markttrends. Welche Künstler und Kunstwerke aktuell besonders angesagt sind und somit hohe Preise am Markt erzielen, kann mit der Zeit erheblich schwanken. Um solche Trends auf dem Kunstmarkt zu erkennen und richtig einzuschätzen, bedarf es einer längerfristigen Beschäftigung mit der entsprechenden Materie. Potenzielle Käufer sollten dabei auch stets ein Auge auf Expertenmeinungen werfen.

Bei der auf BullionArt angebotenen Silberkunst handelt es sich um Werke, die künstlerische Gestaltung mit dem materiellen Wert von Silber vereinen. Hierdurch besteht gleich in doppelter Hinsicht die Möglichkeit auf eine langfristige Wertsteigerung.

 

Welche steuerlichen Aspekte sind beim Investieren in Kunst zu beachten?

Üblicherweise bleibt ein Kunstwerk über einen längeren Zeitraum im Besitz eines Käufers. Aus steuerlicher Sicht ist eine solche Vorgehensweise von Vorteil. Wer Kunst über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr behält, muss bei einem anschließenden Verkauf keine Steuern auf einen etwaigen Gewinn zahlen.

Werden Kunstwerke nach dem Erwerb jedoch innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist wieder verkauft, so können auf den erzielten Gewinn Steuern anfallen, deren Höhe sich am persönlichen Steuersatz orientiert. Gewinne von bis zu 600 Euro pro Jahr über alle innerhalb der Spekulationsfrist getätigten Verkäufe hinweg sind steuerfrei. Alles darüber hinaus muss versteuert werden.

Anleger sollten daher bei einem Investment in Kunst stets auf die Spekulationsfrist achten. Es gilt zu beachten: Verdient ein Sammler mit einem Kunstwerk ein regelmäßiges Einkommen - z.B. als Leihgabe an ein Museum - so verlängert sich die Spekulationsfrist auf zehn Jahre.

Ferner sollten Anleger nicht zu viele Kunstwerke auf einmal innerhalb kurzer Zeit verkaufen.  Bereits ab drei Verkäufen im Jahr kann der Verdacht des gewerblichen Handels bestehen. Dies könnte zur Folge haben, dass neben der Einkommensteuer auch noch die Umsatzsteuer fällig wird. Gleiches gilt auch für den rapiden Ankauf von Kunstwerken, weil das Finanzamt in dem Fall ebenfalls von einer Gewinnerzielungsabsicht und somit einer gewerblichen Tätigkeit ausgehen könnte.

 

Muss man reich sein, um in Kunst zu investieren?

Immer wieder sorgen millionenschwere Versteigerungen von bekannten Auktionshäusern wie Sotheby’s oder Christie’s für Schlagzeilen. Jedoch muss man keineswegs reich sein, um in Kunst investieren zu können. Interessenten können hochwertige Kunstwerke bereits für Summen im vierstelligen Bereich erwerben.

 

Die Rendite bei Kunst-Investments

Die Rendite bei Kunst-Investments kann je nach Künstler, Kunstwerk und Marktbedingungen stark variieren. Historisch gesehen liegen die Renditen für hochwertige Kunstwerke, insbesondere von etablierten Künstlern, oft im Bereich von 7 bis 10 % pro Jahr. Beispielsweise berichtet die Plattform ArtTrade von historischen Renditen von bis zu 9,1 % pro Jahr für bestimmte Künstler​. Kunstwerke von etablierten Künstlern und bestimmten Kunstgattungen, wie Impressionismus und moderne Kunst, haben tendenziell höhere Wertsteigerungen, wie der Art Basel und UBS Global Art Market Report 2024 feststellt.

Das Kunsthandelshaus “Fine Art Group” meldet eine durchschnittliche jährliche Rendite von 14 Prozent für alle ihre Kunstinvestitionen und übertrifft damit die durchschnittliche jährliche Rendite des S&P 500 von 8,9 Prozent.

Der Artprice 100 Blue Chip Index, der auf den Auktionserlösen der 100 meistverkauften Künstler basiert, hat sich zwischen 2000 und Anfang 2023 versiebenfacht. Wer im selben Zeitraum in den amerikanischen S&P-500-Aktienindex investiert hätte, könnte hingegen noch nicht einmal auf eine Verdreifachung seines Investments schauen.

Bei Silberkunst von BullionArt kommt zum klassischen Wertzuwachs eines Kunstwerkes noch der materielle Wertzuwachs von Silber hinzu. So ist der Silberpreis zwischen 2019 und 2024 um rund 95 Prozent gestiegen (Stand Juni 2024).

 

Erfolgreiche Investitionen in Kunst

Anleger, die in Kunst investieren möchten, sollten bereit sein, ihr Geld langfristig anzulegen. Ein Beispiel für eine langfristig erfolgreiche Investition in Kunst sind die Werke von Jean-Michel Basquiat. 2017 wurde ein Werk des neo-expressionistischen Künstlers ohne Namen für 110,5 Mio. Dollar verkauft. 33 Jahre zuvor hatte es sein Besitzer für gerade einmal 20.900 Dollar erworben - eine Wertsteigerung um das 5.300-fache. Grund hierfür war das stetig wachsende Interesse von Investoren für zeitgenössische Kunst.

Ein Beispiel im niedrigeren Preissegment stellen die Werke des Pop-Art-Künstlers James Rizzi dar. War ein Acrylunikat mit dem Titel TODAY LOOKS LIKE A GREAT DAY TO PLAY im September 2011 noch zu knapp 50.000 Euro angeboten worden, so fand es bereits im Frühjahr 2012 zum doppelten Preis einen neuen Käufer, nachdem Rizzi im Dezember verstarb. Innerhalb von 5 Jahren verdreifachte sich der Wert vieler Rizzi-Werke.

 

Fazit

Möchten Sie in Kunst investieren? Dann stehen Ihnen heutzutage zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung - angefangen von Galerien und Auktionshäusern, über Online-Kunstplattformen wie BullionArt bis zu Kunstfonds und Co-Ownership-Modellen. Kunst bietet Käufern nicht bloß einen rein ästhetischen Wert, sondern kann im Laufe der Zeit auch ansprechende Renditen erzielen.

Wir von BullionArt bieten Kunstsammlern und Anlegern die Möglichkeit, in Kunstwerke aus wertvollem Silber zu investieren.

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